Das Anlegerschutzstärkungsgesetz (kurz: AnlSchStG) ist ein Gesetz, das im Jahr 2015 in Deutschland in Kraft getreten ist. Es dient der Stärkung des Anlegerschutzes und der Verbesserung der Transparenz im Finanzmarkt. Das Gesetz beinhaltet verschiedene Regelungen und Maßnahmen, um Anleger vor betrügerischen oder unseriösen Finanzprodukten und -dienstleistungen zu schützen.

Was ist das Anlegerschutzstärkungsgesetz?

Das Anlegerschutzstärkungsgesetz (kurz: AnlSchStG) ist ein Gesetz, das im Jahr 2015 in Deutschland in Kraft getreten ist. Es dient der Stärkung des Anlegerschutzes und der Verbesserung der Transparenz im Finanzmarkt. Das Gesetz beinhaltet verschiedene Regelungen und Maßnahmen, um Anleger vor betrügerischen oder unseriösen Finanzprodukten und -dienstleistungen zu schützen. Im Folgenden werden einige der wichtigsten Punkte des Anlegerschutzstärkungsgesetzes erläutert:

  1. Informationspflichten und Transparenz: Das Gesetz legt strengere Informationspflichten für Finanzdienstleister fest. Anleger sollen vor Vertragsabschluss umfassend über Chancen, Risiken und Kosten der angebotenen Produkte informiert werden. Zudem sollen Produktinformationsblätter erstellt werden, die leicht verständlich und vergleichbar sind.
  2. Beratungspflichten: Finanzdienstleister müssen ihren Kunden eine geeignete und objektive Beratung anbieten. Die Eignung der empfohlenen Finanzprodukte soll anhand der individuellen finanziellen Situation und der Anlageziele des Anlegers geprüft werden.
  3. Provisionen und Vergütungen: Das Anlegerschutzstärkungsgesetz zielt darauf ab, mögliche Interessenkonflikte zu minimieren, die durch hohe Provisionen und Vergütungen für Finanzdienstleister entstehen können. Transparenz und Offenlegung der Provisionen sollen gewährleistet werden.
  4. Produktintervention und -überwachung: Die Finanzaufsichtsbehörden erhalten erweiterte Befugnisse, um gegen missbräuchliche oder gefährliche Finanzprodukte vorzugehen. Bei Bedarf können Produkte zeitlich begrenzt oder sogar ganz vom Markt genommen werden.
  5. Stärkung der Finanzaufsicht: Das Gesetz sieht eine Stärkung der Aufsichts- und Kontrollbefugnisse der Finanzaufsichtsbehörden vor, um die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zu gewährleisten und den Finanzmarkt insgesamt zu schützen.

Das Anlegerschutzstärkungsgesetz stellt einen wichtigen Schritt zur Verbesserung des Anlegerschutzes dar. Es soll dazu beitragen, dass Anleger besser über Finanzprodukte informiert sind, angemessene Beratung erhalten und vor unseriösen Angeboten geschützt werden. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass das Gesetz nicht alle Risiken im Zusammenhang mit Geldanlagen ausschließen kann. Anleger sollten weiterhin ihre Investitionen sorgfältig prüfen und sich bei Bedarf von unabhängigen Experten beraten lassen.

Es gibt jedoch eine Vielzahl von Gesetzen und Vorschriften in Deutschland, die den Anlegerschutz verbessern sollen, wie zum Beispiel das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG), das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) und das Vermögensanlagengesetz (VermAnlG)


Rechtsanwältin Handan Kes

-Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht-

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